Kerstin Schroedinger

Bildpolitiken zwischen Nichtrepräsentierbarkeit und Dekonstitution

Anhand von filmhistorischem Material möchte ich versuchen aufzuzeigen, dass sich sexualisierte Gewalt nicht bildlich repräsentieren lässt, da die Geschichte der Fotografie aus der Darstellung von sexualisierter Gewalt kommt, diese Bilder und das Medium der Fotografie also konstituierend für die fotografische Abbildtheorie sind.

Mittels einer Analyse der Darstellung von Bewegung von Körpern im frühen Film und in Fotografien von pathologisierten Körpern werde ich anführen, wie sich Gewaltverhältnisse als Repräsentationstechniken in bildgebende Medien einschreiben. Was wären dem hingegen ‚tatsächliche‘ Darstellungen der Gewaltverhältnisse, wenn die Bedingungen ihrer Repräsentierbarkeit jene Gewalt als ihren Ausgangspunkt nimmt? Können appropriierende und umschreibende Verfahren hier mögliche Strategien sein?

Kerstin Schroedinger lebt in Zürich und arbeitet als Künstlerin in den Bereichen Film, Hörspiel, Musik und Text mit einer historiographischen Praxis, die Produktionsmittel, historische Kontinuitäten und ideologische Gewissheiten der Repräsentation zu hinterfragen sucht. Sie arbeitet an der Zürcher Hochschule der Künste und promoviert an der University of Westminster London.

Kontakt: krstnschrdngr@gmail.com

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